PNF – Wem bzw. wann kann sie angeboten werden?
Grundsätzlich allen Patienten, bei denen der Fibromatoseprozess »ausgereift« ist und sich das zu durchtrennende Stranggewebe nicht zu voluminös präsentiert.
Sehr gut geeignet sind alle Dupuytren-Finger, bei denen nur das Grundgelenk in seiner Streckung eingeschränkt ist. Das Streckdefizit sollte 20° und mehr betragen. Streckdefizite bis zu 20° an einem Finger sollen nicht mit der Nadel, aber auch nicht mit dem Messer operativ angegangen werden. Als geeignet werden heute auch isolierte oder zusätzliche Mittelgelenksblockaden angesehen bei entsprechenden Gewebebedingungen (klar abgrenzbare, nicht zu voluminöse Strangformationen).
Auch die sich oft zeigenden Strangbildungen in den Zwischenfingerfalten, die das Fingerspreizen einschränken, können gut mit der Nadel gelöst werden.
Junge Dupuytren-Patienten (4. – 5. Lebensjahrzehnt) sollten bevorzugt mit der Nadelfasziotomie behandelt werden, um einen vielleicht unausweichlichen Resektionseingriff in ein höheres Lebensalter zu verschieben.