Die chirurgische Behandlung
Es stehen zwei bewährte Verfahren zur Verfügung – die perkutane Nadelfasziotomie (PNF) als minimal-invasives, nicht ausschneidendes Verfahren und die Fasziektomie als resezierendes Verfahren, das heute bevorzugt als limitierte, auf das Dupuytrengewebe fokusierte Fasziektomie (LF) zur Anwendung kommt.
Die Nadelfasziotomie, die das Dupuytrengewebe nicht reseziert, ist auf den ersten Blick eine palliative Maßnahme, die das Krankheitsbild vom operationspflichtigen zum nicht operationspflichtigen Stadium zurückstufen kann. Die Fragmentierung verändert allerdings die mechanischen Gewebebedingungen nicht unerheblich und nimmt so Einfluss auf die Sekundärveränderungen des Gewebes. Alle Gewebeausschneidungen haben primär einen kurativen Ansatz, auch wenn dieses Ziel nur in etwa der Hälfte aller operierten Finger erreicht wird. Strangdurchtrennung und Gewebeausschneidung sind keine konkurrierenden, sondern sich ergänzende Verfahren, die im Zusammenspiel das chirurgische Behandlungsspektrum erweitern und bereichern.
Die PNF erfährt hierzulande noch nicht die Wertschätzung, die ihr z.B. in Frankreich zuteil wird, wo sie vor über dreißig Jahren von Rheumatologen entwickelt worden ist.